Im weitläufigen Stadtpark von Franzensbad befindet sich das Denkmal für die Opfer des 1. und 2. Weltkriegs. Es ist ein zentraler und historisch vielschichtiger Ort des Gedenkens. Das ursprüngliche Kriegerdenkmal (1. Weltkrieg) im Historischen Kontext: Ursprünglich wurde das Denkmal in der Zwischenkriegszeit errichtet, um an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Bürger und Soldaten der Stadt zu erinnern. Da Franzensbad bis 1945 überwiegend deutschsprachig geprägt war, betraf dies vor allem die Soldaten, die in der österreichisch-ungarischen Armee gekämpft hatten. Auf einem steinernen Sockel im Park stand damals eine Skulptur, die Trauer und das Gedenken an die Gefallenen symbolisierte. Umgestaltung nach dem Zweiten Weltkrieg, Zerstörung und Neuanfang: Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung wurde das Denkmal, wie viele andere im Sudetenland, stark verändert, die Statue war entfernt worden, nur der leere Drei-Meter-Sockel war geblieben. Die alten, deutschsprachigen Inschriften wurden entfernt. Heute: Eine Gedenkplatte in tschechischer Sprache erinnert an diejenigen, die 1939 -1945 ihr Leben für die Freiheit und Unabhängigkeit der Tschechoslowakischen Reublik gaben.
Die ursprüngliche bronzerne Kriegerskulptur wurde von dem bedeutenden Egerländer Bildhauer Johann Adolf Mayerl geschaffen.Das Motiv: Sie zeigte eine tief symbolische, trauernde Szene, die typisch für die Denkmalkultur der Zwischenkriegszeit war. Das Monument wurde vom Franzensbader Architekten Oskar Sgustav (Entwurf des Prismensockels) und dem Egerer Bildhauer Adolf Mayerl (Schöpfer der Figur) gestaltet. Es handelte sich um ein insgesamt 6 Meter hohes, monumentales Denkmal. Es bestand aus einem 3 Meter hohen Prismensockel aus Stein und einer darauf platzierten, 3 Meter hohen Bronzestatue. Dargestellt war ein junger Krieger mit Helm, der sein Schwert unkämpferisch auf dem Arm zur Schulter aufgelegt hatte. Die Figur galt unter Kritikern als Meisterwerk, das sich dem klassischen antiken Ideal der edlen Einfalt annäherte und zum stillen Nachdenken aufrief.Es galt als eines der künstlerisch gelungensten Kriegerdenkmäler des Egerlandes. Es diente auch als vollwertiger Ersatz für das Kaiser-Franz-Standbild und das Kaiserin-Elisabeth-Denkmal, die die Stadt 1925 von öffentlichem Gelände entfernen musste. Auf der Rückseite waren zwei Bronzetafeln mit den Namen der 86 gefallenen Franzensbader Bürger angebracht.
„Quelle des historischen Bildes: Städtisches Museum Franzensbad/Městské muzeum Františkovy Lázně“
In the expansive city park of Franzensbad stands the memorial to the victims of the First and Second World Wars. It is a central and historically significant site of remembrance.
The original war memorial (First World War) in its historical context:
The memorial was originally erected in the interwar period to commemorate the citizens and soldiers of the city who fell in the First World War. Since Franzensbad was predominantly German-speaking until 1945, this primarily concerned the soldiers who had fought in the Austro-Hungarian army. A sculpture symbolizing mourning and remembrance of the fallen stood on a stone pedestal in the park.
Redesign after the Second World War, destruction, and new beginning: After the Second World War and the expulsion of the German population, the memorial, like many others in the Sudetenland, was significantly altered. The statue was removed, leaving only the empty three-meter pedestal. The old German-language inscriptions were also removed.
Today: A memorial plaque in Czech commemorates those who gave their lives for the freedom and independence of the Czechoslovak Republic between 1939 and 1945.
The original bronze warrior sculpture was created by the renowned Egerland sculptor Johann Adolf Mayerl. Its subject matter: a deeply symbolic, mournful scene typical of the memorial culture of the interwar period.
The monument was designed by the Franzensbad architect Oskar Sgustav (design of the prism base) and the Eger sculptor Adolf Mayerl (creator of the figure).
It was a monumental memorial, standing 6 meters tall. It consisted of a 3-meter-high stone prism base and a 3-meter-high bronze statue placed upon it. The statue depicted a young warrior wearing a helmet, his sword resting serenely on his arm, resting against his shoulder. The statue was considered a masterpiece by critics, approaching the classical ideal of noble simplicity and inviting quiet contemplation. It was regarded as one of the most artistically accomplished war memorials in the Egerland region. It also served as a full replacement for the statue of Emperor Franz and the monument to Empress Elisabeth, which the city had to remove from public space in 1925. Two bronze plaques bearing the names of the 86 fallen citizens of Franzensbad were mounted on the back.
"Source of the historical image: Franzensbad Municipal Museum/Městské muzeum Františkovy Lázně"
Im weitläufigen Stadtpark von Franzensbad befindet sich das Denkmal für die Opfer des 1. und 2. Weltkriegs. Es ist ein zentraler und historisch vielschichtiger Ort des Gedenkens.
Das ursprüngliche Kriegerdenkmal (1. Weltkrieg) im Historischen Kontext:
Ursprünglich wurde das Denkmal in der Zwischenkriegszeit errichtet, um an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Bürger und Soldaten der Stadt zu erinnern. Da Franzensbad bis 1945 überwiegend deutschsprachig geprägt war, betraf dies vor allem die Soldaten, die in der österreichisch-ungarischen Armee gekämpft hatten. Auf einem steinernen Sockel im Park stand damals eine Skulptur, die Trauer und das Gedenken an die Gefallenen symbolisierte.
Umgestaltung nach dem Zweiten Weltkrieg, Zerstörung und Neuanfang: Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung wurde das Denkmal, wie viele andere im Sudetenland, stark verändert, die Statue war entfernt worden, nur der leere Drei-Meter-Sockel war geblieben. Die alten, deutschsprachigen Inschriften wurden entfernt.
Heute: Eine Gedenkplatte in tschechischer Sprache erinnert an diejenigen, die 1939 -1945 ihr Leben für die Freiheit und Unabhängigkeit der Tschechoslowakischen Reublik gaben.
Die ursprüngliche bronzerne Kriegerskulptur wurde von dem bedeutenden Egerländer Bildhauer Johann Adolf Mayerl geschaffen.Das Motiv: Sie zeigte eine tief symbolische, trauernde Szene, die typisch für die Denkmalkultur der Zwischenkriegszeit war.
Das Monument wurde vom Franzensbader Architekten Oskar Sgustav (Entwurf des Prismensockels) und dem Egerer Bildhauer Adolf Mayerl (Schöpfer der Figur) gestaltet.
Es handelte sich um ein insgesamt 6 Meter hohes, monumentales Denkmal. Es bestand aus einem 3 Meter hohen Prismensockel aus Stein und einer darauf platzierten, 3 Meter hohen Bronzestatue. Dargestellt war ein junger Krieger mit Helm, der sein Schwert unkämpferisch auf dem Arm zur Schulter aufgelegt hatte. Die Figur galt unter Kritikern als Meisterwerk, das sich dem klassischen antiken Ideal der edlen Einfalt annäherte und zum stillen Nachdenken aufrief.Es galt als eines der künstlerisch gelungensten Kriegerdenkmäler des Egerlandes. Es diente auch als vollwertiger Ersatz für das Kaiser-Franz-Standbild und das Kaiserin-Elisabeth-Denkmal, die die Stadt 1925 von öffentlichem Gelände entfernen musste. Auf der Rückseite waren zwei Bronzetafeln mit den Namen der 86 gefallenen Franzensbader Bürger angebracht.
„Quelle des historischen Bildes: Städtisches Museum Franzensbad/Městské muzeum Františkovy Lázně“
In the expansive city park of Franzensbad stands the memorial to the victims of the First and Second World Wars. It is a central and historically significant site of remembrance.
The original war memorial (First World War) in its historical context:
The memorial was originally erected in the interwar period to commemorate the citizens and soldiers of the city who fell in the First World War. Since Franzensbad was predominantly German-speaking until 1945, this primarily concerned the soldiers who had fought in the Austro-Hungarian army. A sculpture symbolizing mourning and remembrance of the fallen stood on a stone pedestal in the park.
Redesign after the Second World War, destruction, and new beginning: After the Second World War and the expulsion of the German population, the memorial, like many others in the Sudetenland, was significantly altered. The statue was removed, leaving only the empty three-meter pedestal. The old German-language inscriptions were also removed.
Today: A memorial plaque in Czech commemorates those who gave their lives for the freedom and independence of the Czechoslovak Republic between 1939 and 1945.
The original bronze warrior sculpture was created by the renowned Egerland sculptor Johann Adolf Mayerl. Its subject matter: a deeply symbolic, mournful scene typical of the memorial culture of the interwar period.
The monument was designed by the Franzensbad architect Oskar Sgustav (design of the prism base) and the Eger sculptor Adolf Mayerl (creator of the figure).
It was a monumental memorial, standing 6 meters tall. It consisted of a 3-meter-high stone prism base and a 3-meter-high bronze statue placed upon it. The statue depicted a young warrior wearing a helmet, his sword resting serenely on his arm, resting against his shoulder. The statue was considered a masterpiece by critics, approaching the classical ideal of noble simplicity and inviting quiet contemplation. It was regarded as one of the most artistically accomplished war memorials in the Egerland region. It also served as a full replacement for the statue of Emperor Franz and the monument to Empress Elisabeth, which the city had to remove from public space in 1925. Two bronze plaques bearing the names of the 86 fallen citizens of Franzensbad were mounted on the back.
"Source of the historical image: Franzensbad Municipal Museum/Městské muzeum Františkovy Lázně"