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Moskaubad

Moskaubad

© Verlag Hans Veith, Osnabrück
DEU near Osnabrück

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oliver42 published on 07/04/2018 11:17 a.m.:
oliver42

Das Moskaubad ist ein öffentliches Schwimmbad im Osnabrücker Stadtteil Wüste. Es wurde 1926 als Freibad mit dem Namen Moskau eröffnet. Nachdem es 1933 in Neustädter Freibad umbenannt wurde, erhielt das Bad bei umfangreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen Ende der 1990er Jahre unter anderem eine Kleinschwimmhalle und seinen alten Namen zurück. Das kombinierte Hallen- und Freibad wird jährlich von rund 250.000 Gästen besucht. Betrieben wird es heute von den Stadtwerken Osnabrück.

1925 begannen die Planungen für das Bad. Zentrales Element war die parallel zum 100-Meter-Becken verlaufende Tribüne. Weiterhin abgetrennt waren das Frauenbad, das Familienbad sowie ein Nichtschwimmerbereich. Eine besondere Attraktion war der Zehn-Meter-Sprungturm. Hinter der Tribüne befand sich ein Vorwärmbecken. Nach nur wenigen Monaten Bauzeit wurde das Freibad am 7. August 1926 feierlich eröffnet. Es war zu dieser Zeit eine der ersten öffentlichen Erholungseinrichtungen der Stadt. Die Bevölkerung nahm es rasch an, am 5. September 1926 wurde mit 10000 Gästen ein erster Besucherrekord aufgestellt.

Die Türme am Rande der Tribüne wurden erst später fertiggestellt. 1933 erhielt das Freibad den Namen Neustädter Freibad. Im Vorfeld zu den Olympischen Spielen 1936 in Berlin wurde das Schwimmbecken in zwei 25-Meter- und ein 50-Meter-Becken eingeteilt. Bei kaltem Winterwetter dienten die Schwimmbecken bis zum Zweiten Weltkrieg als Eisbahn. Während des Krieges wurde das Bad schwer zerstört. Die Bomben galten vor allem der in der Nähe des Schwimmbades befindlichen Bahnlinie. Eine Luftmine brachte den Sprungturm zum Einsturz. Nach dem Krieg ließ die britische Militärregierung das Bad wiederherstellen, ab August 1947 war es wieder nutzbar.

In den 1990er Jahren machte der zunehmend marode und technisch veraltete Zustand des Freibads umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Nach längeren Bauarbeiten wurde es 1997 mit einer weitgehend neu gestalteten Badeanlage wieder eröffnet. So wurde beispielsweise die Einteilung der Schwimmbecken neu vorgenommen und der ehemalige Zehn-Meter-Sprungturm durch eine Drei- und Ein-Meter-Sprunganlage ersetzt. Neben den Schwimmbecken gibt es Attraktionen wie eine 76-Meter-Wasserrutsche, ein Wellenbecken und eine Regengrotte. 1998 wurde eine Kleinschwimmhalle mit 25-Meter-Variobecken und Ganzjahresaußenbecken in Betrieb genommen.

Zur Herkunft des Namens Moskau gibt es gegensätzliche Meinungen. Nach einer weit verbreiteten Version leitet er sich von einem Kaffeehaus „Moskau“ ab, das sich im 19. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Schwimmbads befand. Auch eine Verbindung zum Rückzug Napoleons aus Russland 1812 halten manche für möglich. Eine andere Herkunft wird in Moskau als eine plattdeutsches Bezeichnung für „moosige Aue“ vermutet. Die Tatsache, dass im Ersten Weltkrieg Kriegsgefangene aus Russland in der Wüste ihre Arbeit verrichten mussten, steht höchstwahrscheinlich nicht im Zusammenhang mit dem Namen des Moskaubades, da die Bezeichnung Moskau am heutigen Standort des Schwimmbads schon auf einer Karte von 1880 auftaucht. (zitiert aus https://de.wikipedia.org/wiki/Moskaubad).

Das Vorher-Bild wurde entnommen mit freundlicher Genehmigung von Helmut Riecken aus seinem Bildband "Osnabrücker Stadtgeschichte auf historischen Ansichtskarten".

The Moskowad is a public swimming pool in the Osnabrück district of the desert. It was opened in 1926 as an outdoor swimming pool with the name Moscow. After it was renamed in 1933 in Neustädter swimming pool, the bathroom was in extensive remodeling and redevelopment in the late 1990s, including a small swimming pool and its old name back. The combined indoor and outdoor pool is visited annually by around 250,000 guests. It is operated today by Stadtwerke Osnabrück.

In 1925, the plans for the bathroom began. The central element was the grandstand running parallel to the 100-meter pool. Further separated were the Frauenbad, the family bathroom and a non-swimmers area. A special attraction was the ten-meter diving tower. Behind the grandstand was a preheating tank. After only a few months of construction, the outdoor pool was officially opened on 7 August 1926. It was one of the city's first public recreation facilities at the time. The population took it quickly, on September 5, 1926 was set up with 10,000 guests, a first visitor record.

The towers on the edge of the grandstand were completed later. In 1933 the swimming pool was renamed Neustädter Freibad. In the run-up to the Olympic Games in Berlin in 1936, the swimming pool was divided into two 25-meter and one 50-meter pools. In cold winter weather, the swimming pools served as an ice rink until the Second World War. During the war, the bathroom was badly damaged. The bombs were mainly the located near the swimming pool railway line. An aerial mine brought the diving tower to collapse. After the war, the British military government had the bathroom restored, from August 1947 it was usable again.

In the 1990s, the increasingly dilapidated and technically outdated state of the outdoor swimming pool made extensive remedial measures required. After lengthy construction work, it was reopened in 1997 with a largely redesigned bathing facility. For example, the layout of the swimming pools was redone and the former ten-meter diving tower was replaced by a three- and one-meter jump facility. In addition to the swimming pools, there are attractions such as a 76-meter water slide, a wave pool and a rain grotto. In 1998, a small swimming pool with 25-meter Variobecken and all-season outdoor pool was put into operation.

There are opposing opinions on the origin of the name Moscow. According to a widespread version, it derives from a coffee house "Moscow", which was located in the area of today's swimming pool in the 19th century. A connection to Napoleon's retreat from Russia in 1812 is also considered possible. Another origin is in Moscow as a Low German term for "mossy Aue" suspected. The fact that in the First World War prisoners of war from Russia in the desert had to do their work, is most likely not related to the name of the Moscow, since the name Moscow at the present location of the swimming pool already appears on a map of 1880. (quoted from https://de.wikipedia.org/wiki/Moskaubad).

The before image was taken by courtesy of Helmut Riecken from his illustrated book "Osnabrücker Stadtgeschichte on historic postcards".

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