5/5

Galeries Royales Saint-Hubert

© Detroit Photographic Company
BEL nahe Brussels

Lade Bilder...
nwolpert schrieb am 21.04.2018 22:25 Uhr:
nwolpert

Die Galeries Royales Saint-Hubert ist eine Ladenpassage im Stadtzentum Brüssels. Sie wurde vom niederlänischen Architekten Jean-Pierre Cluysenaar (1811–80) entworfen und 1847 unter der Herrschaft König Leopolds I anlässlich der Unabhängigkeitsfeier Belgiens eröffnet.

Die 213 Meter lange Arkade besteht aus zwei Teilen, der Königsgallerie und der Galerie der Königin, welche durch eine Kollonade getrennt sind. In der Passage trennen Pilaster die Schaufenster einzelner Läden. Das Bauwerk mit seinem leicht gebogenen Glasdach in einem gusseisernen Rahmen stellt eine Mischung aus italienischer Renaissance-Architektur und neuerer Technologie des 19. Jahrhunderts dar.

Ursprünglich diente die Einkaufspassage auch dazu, den eng bebauten und schlecht beleuchteten Innenstadtabschnitt Brüssels zwischen dem Grasmarkt (Marché aux Herbes) und dem Kruidtuinberg (Montagne aux Herbes Potagères) durch eine Straße zu ersetzen und so auch höhere Gesellschaftsschichten in die Gegend zu locken. Von Beginn an zogen hier zahlreiche Luxusgeschäfte ein, die Brüssel das Flair einer europäischen Metropole gaben. In ihrem gut ausgeleuchteten Innern war es auch in Brüssels regnerischem Seeklima möglich, in Straßencafes zu sitzen. Am 1. März 1896 zeigten die Brüder Lumière hier ihre ersten Filme.

Einkaufszentren wie diese wurden zunehmend populär mit der Industriellen Revolution, und die Galeries Royales Saint-Hubert wurde stilprägend für spätere Einkaufsstraßen in Europa.

Auch heute noch sind die Galerien beliebter Ort zum Flanieren; hier befinden sich Modeboutiquen, berühmte Lederwarenhändler, belgische und internationale Stylisten und Designer, belgische Chocolatiers, Luxus-Restaurants, ein Theater und ein Kino.

Vorher-Nachher-Bilder in der Nähe


Lade Bilder...